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MIKE LAROCCO


DARCY LANGE

DARCY LANGE

DOUG DUBACH

KNIEORTHESE

Zirkus Knie (Artikel erschienen in der Moto Sport Schweiz & Ausgabe 24/2002)

Text: TOBIAS KLOETZLI

Dem Motocross-Sport hinterlässt über kurz oder lang Spuren am Körper. Besonders gefährdet sind dabei die Knie. Jeder langjährige Pilot kann davon ein Lied singen. Dem allmählichen auslottern der Knie oder schweren Unfallverletzungen kann vorgebeugt werden. Orthese heißt das Zauberwort.

Knieverletzungen sind im Motocross-Sport leider weit verbreitet. Die Belastung der Knie ist gewaltig. Erst wer einmal eine schwere Knieverletzung hatte, kann sich die Konsequenzen vorstellen: komplizierte chirurgische Eingriffe und schwere Mobilitätseinschränkungen für 6 bis 12 Monate. Nur allzu oft bleiben irreparable Schäden zurück. Das verletzte Knie erreicht in der Regel nicht mehr die 100 &prozentige Funktionstüchtigkeit. Die Gesundheit und die Ausübung des Lieblingsports stehen auf dem Spiel. Wer nach einer Knieverletzung weiterhin Motocross fahren will und kann, legt sich zum Schutz des havarierten Gelenks in der Regel eine Knieorthese, auch Kniebrace genannt, zu. Leider machen die Piloten oft erst Gedanken über ihre Knie, wenn sie damit Probleme haben. Wer seine Knie nicht unnötig aufs Spiel setzen will, kann sich präventiv mit einer Orthese schützen.

Tragende Funktion

Das Knie ist eines der komplexesten, aber auch wichtigsten Gelenke. Es verbindet die beiden größten Knochen des menschlichen Körpers, Oberschenkel und Schienbein (Femur und Tibia). Und es muss das gesamte Körpergewicht sowohl in gestrecktem wie auch in gebeugtem Zustand tragen. Femur und Tibia sind nicht durch Gelenkkapsel und & kugel miteinander verbunden, sondern laufen auf einer Knorpelfläche aufeinander. Fixiert und stabilisiert wird das Ganze einerseits durch Sehnen, an denen die Muskeln befestigt sind, anderseits sorgen Bänder für die passive Stabilität: Die Seitenbänder verbinden Ober & und Unterschenkel links und rechts vom Knie und verhindern ein seitliches Aufklappen. Die beiden Kreuzbänder führen mitten durchs Knie, verbinden den hinteren Teil des Oberschenkelknochens mit dem vorderen Teil des Schienbeins (vorderes Kreuzband) beziehungsweise den vorderen Teil des Oberschenkels mit dem hinteren Teil des Schienbeins (hinteres Kreuzband) und verhindern so, dass sich der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach vorne oder hinten schiebt. Die Menisken sind zwei halbmondförmige Scheiben links und rechts, die Passgenauigkeit der oberen und unteren Gelenkfläche dienen.

Schwachpunkt

Eine häufige Verletzung ist der Riss des vorderen Kreuzbandes durch Verdrehen des Knies. Bleibt man zum Beispiel bei einem Sturz mit einem Bein unter dem Motorrad hängen und verdreht den Oberkörper. so ist das Knie meistens das schwächste Glied das nachgibt. Dabei leiden hauptsächlich die Seitenbänder und die Menisken. Bleibt man mit dem nach vorne gestreckten Bein in einer Kurve an einem Hindernis (Stein, Pfosten oder dergleichen) hängen, wird das Knie extrem belastet. Das Fußgelenk ist mit modernen Cross-Stiefeln gut stabilisiert und überträgt den Schlag weiter. Das Knie wird mit den üblichen Knieschonern leider meistens nur gegen den direkten Aufprall geschützt. Die Stabilität des Knies kann mit gezieltem Muskelaufbau zwar massiv gestärkt werden, so dass bei normaler Beanspruchung ein gerissenes Kreuzband sogar teilweise kompensiert werden kann. Knie an gut trainierten Beinen sind also deutlich stabiler, zumindest solange die Muskeln auch gerade angespannt sind. Passive Stabilität bei Schlägen oder Stürzen sind aber nicht gewährleistet.

Gelenkschiene

Die passive Stabilität kann mit Hilfe von Orthesen verstärkt werden. Ober & und Unterschenkel werden über mehrere stabile Klettverschlüsse mit einem festen Rahmen verbunden, was gegen ein seitliches Aufklappen schützt und die Kreuzbänder entlastet. Knieorthesen gibt es in verschiedenen Preisklassen. Allerdings ist auch die Schutzwirkung sehr unterschiedlich. Wir haben den CTi2 der amerikanischen Firma Innovation Sports unter die Lupe genommen. Innovation Sports stellt jährlich 30000 bis 40000 Braces her. Die handgefertigte CTi2 ist der Rolls-Royce unter den Orthesen, weshalb nicht nur unzählige US-Profis wie Ricky Carmichael und Jeremy McGrath, sondern auch Schweizer Cross-Spezialisten wie Christian Chanton oder Harry Näpflin darauf vertrauen. Das CTi2-Brace wird für jedes Knie individuell in Maßarbeit hergestellt.

Kohler Orthopädie in Bern (Telefon 031 311 40 40) vertreibt die CTi2 Schienen über die Sportabteilung „Trainer Zone Sports” in der Schweiz. Dort werden die Knie der Kunden vermessen. Mit den Daten wird in Amerika mittels einer Kopie des Knies in Handarbeit mit einem harten Kern, Laminat und Karbonmatten ein stabiler Rahmen für das Brace gebaut und unter Druck gehärtet. Da das Knie wie gesagt nicht ein Kugelgelenk ist, hat es auch einen komplexen Bewegungsablauf mit mehr als einem Drehpunkt. Mittels eines so genannten Vierkettengelenks aus Titan, das die beiden Rahmenteile der Orthese verbindet, wird die Bewegung des Knies exakt nachvollzogen. Bereits wenige Tage nach der Bestellung liegt das fertige Teil bei Trainer Zone Sports bereit, wo nach der Anprobe die letzten Anpassungen vorgenommen werden.

Gutes Gefühl

Das Knie wird richtig in das Brace eingespannt. Ober & und Unterschenkel sind umschlungen. Das Knie wird seitlich über Neoprenpolster gestützt. Vorne schützt eine Kappe die Kniescheibe.

Bereits auf den ersten Metern zu Fuß merkt man, wie das (leider bereits etwas ausgelotterte) Knie im Bewegungsablauf geführt wird Bewegungsablauf geführt wird. Auf dem Crosstöff oder der Enduro bedarf es einer kurzen Gewöhnungszeit, da das Brace beim Gelenk seitlich rund 2 cm breit ist und so der Knieschluss der Maschine merklich breiter wird. Dies fiel speziell auf der Endurotour auf, wo viel stehen gefahren und das Motorrad mit den Knien geführt wird. Nach wenigen Kilometern hat man sich aber an die neuen, breiteren Knie gewöhnt. Auch Näpflin ist von seinen Schienen überzeugt: ”Ich hatte schon lange Probleme mit den Knien und bin bisher mit billigeren Neoprenschützern gefahren. Jetzt habe ich aufgerüstet, um eine Operation hinausschieben zu können, und muss sagen: Ich bin ein Idiot, dass ich mit nicht schon früher eine CTI2-Schiene zugelegt habe. Sie ist leichter, bequemer und stabiler als die bisher verwendeten Schienen, passt genau und gibt mir ein sicheres Gefühl & auch für andere Sportarten wie beispielsweise Skifahren” Chris Kohler von Trainer Zone Sports legt auf die Betreuung großen Wert. So steht er beispielsweise auch am Supercross in Genf im Fahrerlager den Piloten mit Rat und Tat zur Seite. Regelmäßige Einsätze bei den Swiss Masters sind auch bereits geplant.

Die Sicherheit fürs Knie hat allerdings ihren Preis: Fr. 1950.- muss für eine maßgeschneiderte CTi2-Orthese hingeblättert werden. Trotzdem ist dies bestimmt eine sinnvolle Altersvorsorge! Wer mal länger im Spital gelegen oder an Krücken gehen musste, wird dies jederzeit gerne bestätigen.



MIKE LAROCCO


DARCY LANGE

DOUG DUBACH


Enduro Online Bericht

CTi2 MX Kneebrace & ein Muss im Motocross

Ist es nicht das Knie, das im Motocross-Sport besonders gefährdet ist ?

Zu Verletzungssituation kommt es vor allem beim Verdrehen des Knies in Kurven oder beim hängen bleiben mit dem Fuß in Spurrillen. Bleibt man beim Sturz mit einem Bein unter dem Motorrad hängen und verdreht den Oberkörper, wird das Knie extrem belastet. Auch sehr harte Landungen nach einem Sprung stellen eine große Gefahr für das Knie dar. Die Folge können Kreuzbandrisse und Meniskusschäden sein. Komplizierte Knieverletzungen bedeuten für den Sportler chirurgische Eingriffe und eine lang andauernde Zwangspause. Darüber hinaus bleiben oft instabile Gelenke und irreparable Schäden zurück. Das verletzte Knie erreicht oft nicht mehr die volle Funktionsleitstung.

 

Sicherer Verletzungsschutz

Die CTi2 MX Knieorthese, speziell für den Motocross-Sport entwickelt, kann Knieverletzungen vorbeugen, sowie weitere Ausübung des Lieblingssports bei schon vorhandenen Knie & und Bandinstabilitäten ermöglichen. Diese Orthese verhindert Fehlbewegungen des Knies sowie das seitliche Aufklappen des Gelenkes und entlastet die Kreuzbänder.

Die CTi2 MX wird seit über 10 Jahren bei der US Firma Innovation Sports, Californien, nach Maß handgefertigt. Dank einem unkomplizierten Messverfahren mit anschließender Computer-Modulation wird eine höchste Passgenauigkeit erreicht.

 

Erstklassige Qualität und Service

Der stabile Carbon & Fiberglas & Rahmen sorgt für enorme Stabilität, Leichtigkeit und erfüllt höchste Qualitätsansprüche. Die patentierten Accutrac® - Gelenke  aus Titan folgen der anatomischen Roll & Gleitbewegung des Kniegelenks und schließen eine Überbelastung des Knies aus. Die Maßanfertigung garantiert Rutschfestigkeit, Bewegungsfreiheit und hohem Tragekomfort.

Die CTi2 MX wird mit einer Patella-Kappe, Gelenksschonern und einem Unterziehstrumpf innerhalb von 10 & 14 Tagen geliefert. 12 Farbausführungen und unbegrenzte Lackierungsdesigns überzeugen auch ausgefallene Geschmäcker. In punkto Service bestehen Möglichkeiten der regelmäßigen Wartung sowie der Reparatur der Gelenke und Rahmenteile.

 

Eine konfektionierte Variante & die MORPH

Neben der nach Maß gefertigten CTi2 MX gibt es auch eine konfektionierte Orthese: die MORPH in 4 Größen erhältlich. Hergestellt ebenfalls aus Carbon-Fiberglas garantiert sie sehr gute Stabilität. Dank dem Accutrac® - Gelenke wird die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt. Die einstellbaren Ober & und Unterschenkelmanschetten ermöglichen eine optimale Anpassung an die anatomischen Beingegebenheiten und erhöhen den Tragekomfort.

 

Im Spitzensport bewährt

Die CTi2 MX bietet Motocross-Sportlern den optimalen Knieschutz für Training und Wettkampf. Für viele Spitzensportler wie Jeremy McGrath, Christian Chanton oder Harry Näpflin ist sie übrigens seit vielen Jahren erste Wahl.

Die langjährige Erfahrung und hervorragenden Ergebnisse mit der CTi2 MX haben auch Birgit Lemp (Friedrichshafen), Erstplatzierte der SAM Swiss MX Championship 2004 überzeugt:

„In erster Linie gibt mir die CTi2 ein Gefühl der Sicherheit. Sobald man mit dem Fuß am Boden hängen bleibt, spürt man wie die Orthese eingreift und einen schützt. Sie verbessert außerdem die Stabilität in den verschiedenen Knieachsen und hilf somit die extremen Belastungen im MX besser zu kompensieren. Ich habe mich für die CTi2 entschieden, weil ich mich optimal schützen möchte, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Deshalb ist für mich die CTi2 genau so wichtig wie ein Helm oder ein Brustpanzer”.


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Jessica Zimmermann